NAD⁺ – viel diskutiert, klinisch noch unklar

NAD⁺ ist ein zentrales Molekül des Energiestoffwechsels und an DNA-Reparatur sowie mitochondrialer Funktion beteiligt. Mit dem Alter sinken die Spiegel – zumindest in experimentellen Modellen.

Vorstufen wie Nicotinamid-Ribosid (NR) oder NMN erhöhen NAD⁺ im Blut messbar. Ob daraus beim Menschen ein klinisch relevanter Nutzen entsteht, ist bisher nicht überzeugend belegt.

Die aktuelle Datenlage zeigt biochemische Effekte – aber keine gesicherte „Verjüngungswirkung“.

Fazit: Molekular interessant, klinisch derzeit noch nicht ausreichend evidenzbasiert.

Welche Medikamente helfen wirklich bei Fettleber?

Es gibt keine Wunderpille gegen Fettleber. Am besten belegt sind aktuell Medikamente, die beim Abnehmen helfen – vor allem GLP-1-/GIP-Therapien (z. B. Semaglutid, Tirzepatid).

Studien zeigen: Dadurch können Leberfett und Entzündungszeichen messbar abnehmen – meist über zwei Effekte: Gewichtsreduktion und besserer Zuckerstoffwechsel.

Wichtig: Das sind starke Daten, aber häufig Surrogat-/Biopsie-Endpunkte. Und: Ohne langfristige Veränderungen kann die Fettleber zurückkommen.

Hinweis: Information zur Aufklärung, keine individuelle Therapieempfehlung.

Viele Blutdruckwerte sind falsch – wegen eines simplen Messfehlers

Viele Blutdruckmessungen sind ungenau – nicht wegen des Geräts, sondern wegen der Körperhaltung. Schon kleine Fehler wie überkreuzte Beine, ein nicht gestützter Rücken oder vor allem ein Arm, der nicht auf Herzhöhe liegt, können den Blutdruck spürbar verfälschen – oft um 5 bis über 10 mmHg.

Die gute Nachricht: Richtig messen ist simpel. Setzen Sie sich kurz ruhig hin, Beine nebeneinander, Rücken angelehnt, und der Arm entspannt auf Herzhöhe (z. B. auf dem Tisch). So wird der Wert verlässlicher – und unnötig „zu hohe“ Messungen werden vermieden.

Merksatz: Arm auf Herzhöhe + ruhig sitzen = bessere Werte, weniger Fehlalarm – besonders wichtig bei Handgelenk-Messgeräten, weil schon kleine Abweichungen der Handhöhe die Messung deutlich verfälschen können.