Kardiologische Diagnostik, Therapie und Vorsorge

Die Kardiologie befasst sich mit der Abklärung von Herzbeschwerden wie Brustschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Atemnot, Leistungsminderung und unklaren Kreislaufproblemen.

In meiner Praxis erfolgt die kardiologische Diagnostik strukturiert, internistisch und leitlinienorientiert. Zum Einsatz kommen moderne Verfahren der Ultraschall-, EKG-, Blutdruck- und Gefäßdiagnostik.

Ziel ist nicht die Sammlung isolierter Messwerte, sondern eine klinisch sinnvolle funktionelle Einordnung der Befunde – einschließlich individueller Risikobewertung, Therapieentscheidung und Vorsorge.

Ärztliche Verantwortung und fachliche Einordnung

Diese Seite wird medizinisch verantwortet von
Prof. h.c. (RU) Dr. med. Wolfgang Kelling
Facharzt für Innere Medizin
Schwerpunkte Kardiologie und Gastroenterologie.

Im Rahmen meiner klinischen Tätigkeit war ich über mehrere Jahre als Oberarzt in einer internistischen Abteilung mit endokrinologischem Schwerpunkt tätig. Diese Erfahrung fließt in die internistische Gesamteinordnung kardiovaskulärer Befunde ein, ohne dass eine endokrinologische Schwerpunkt- oder Zusatzbezeichnung geführt wird.

Alle diagnostischen und therapeutischen Empfehlungen erfolgen auf ärztlicher Grundlage und unter Berücksichtigung der individuellen Situation der Patientin oder des Patienten.

Welche kardiologischen Symptome abgeklärt werden

Eine kardiologische Abklärung ist insbesondere sinnvoll bei:

  • Brustschmerzen, Druck- oder Engegefühlen im Brustkorb
  • Herzstolpern, Herzrasen oder unregelmäßigem Puls
  • Atemnot oder verminderter Belastbarkeit
  • Schwindel, Kollapsneigung oder Ohnmachtsanfällen
  • Anhaltender Leistungsminderung ohne klare Ursache

Diese Symptome können harmlose Ursachen haben, aber auch Hinweis auf relevante Herzerkrankungen sein.

Kardiologische Untersuchungsverfahren in meiner Praxis

EKG- und Rhythmusdiagnostik

Zur Beurteilung von Herzrhythmus und elektrischer Herzfunktion kommen folgende Verfahren zum Einsatz:

  • Ruhe-EKG
  • Belastungs-EKG (Ergometrie)
  • Langzeit-EKG (24–72 Stunden)
  • Kontrolle moderner Schrittmacher- und Defibrillatorsysteme (ICD, CRT, CRT-D, LBB)
  • Cardisiografie (3-D-Vektorkardiografie mit KI-gestützter Analyse)

Blutdruckdiagnostik

  • Langzeit-Blutdruckmessung über 24 Stunden zur realistischen Beurteilung des Blutdruckprofils im Alltag

Herzultraschall – strukturelle und funktionelle Beurteilung

Der Herzultraschall erlaubt die Beurteilung von Herzgröße, Herzfunktion und Herzklappen:

  • Farbcodierte Echokardiografie
  • 3-D-Echokardiografie
  • Myokardiale Funktionsanalyse (Strain)
  • Stress-Echokardiografie unter Belastung, bei Bedarf mit Kontrastmittel

Herz- und Gefäßultraschall

Zur Beurteilung der Gefäße werden durchgeführt:

  • Ultraschall der Halsschlagadern (Carotis-Sonografie)
  • Ultraschall der peripheren Arterien
  • Aorten-Screening zur Aneurysma-Diagnostik

Die gefäßsonografische Diagnostik erfolgt in meiner Praxis zunächst vollständig.
Weiterführende invasive Diagnostik oder interventionelle Therapien werden bei entsprechender Indikation in spezialisierten Zentren durchgeführt, mit denen wir seit Jahren gut vernetzt sind.

Laborbasierte internistisch-kardiovaskuläre Diagnostik

Ergänzend zur apparativen Diagnostik erfolgt beim Erstkontakt in der Regel eine breite internistische Laborbasisdiagnostik. Stoffwechsel-, Nieren- und Leberfunktionen sind entscheidend für die kardiovaskuläre Risikoeinschätzung, Therapieentscheidung und Verlaufskontrolle.

Je nach klinischer Fragestellung werden unter anderem bestimmt:

  • Herzmarker
  • Erweitertes Lipidprofil einschließlich Lipoprotein(a)
  • Entzündungsmarker
  • Blutzucker- und Stoffwechselparameter (z. B. Nüchternglukose, HbA1c)
  • Nierenfunktionsparameter (z. B. Kreatinin, eGFR)
  • Leberfunktionsparameter (z. B. Transaminasen)
  • Weitere laborchemische Parameter im Rahmen der internistischen Gesamtabklärung

Gezielte genetische Untersuchungen erfolgen ausschließlich bei klarer medizinischer Indikation.

Die Laborbefunde helfen, Therapieentscheidungen sicher zu treffen – zum Beispiel bei Blutdruck- und Lipidtherapie, der Einschätzung des Gefäßrisikos sowie der Auswahl und Dosierung von Medikamenten unter Berücksichtigung von Nieren- und Leberfunktion.

Kardiovaskuläre Risikofaktoren und Vorsorge

Eine kardiologische Vorsorge ist besonders sinnvoll bei Vorliegen von Risikofaktoren wie:

  • Rauchen
  • Arterieller Hypertonie
  • Diabetes mellitus
  • Fettstoffwechselstörungen (insbesondere LDL- oder Lipoprotein(a)-Erhöhung)
  • Familiärer Vorbelastung (Herzinfarkt oder plötzlicher Herztod)
  • Bewegungsmangel, chronischem Stress oder Schlafstörungen

Die Vorsorge dient der frühen Risikoerkennung und realistischen Einschätzung, nicht der unnötigen Medizinisierung.

Wann eine zeitnahe kardiologische Abklärung empfohlen wird

Eine zeitnahe Untersuchung ist insbesondere angezeigt bei:

  • Neu aufgetretenen Brustschmerzen
  • Herzrasen, Pausen oder neuem unregelmäßigem Puls
  • Anhaltender Belastungsintoleranz nach Virusinfektionen (einschließlich COVID-19)
  • Familiärer Häufung von Herzinfarkt oder plötzlichem Herztod
  • Bekannten Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes oder Dyslipidämie

Ärztliche Einordnung statt Aktionismus

Nicht jeder auffällige Messwert bedeutet eine Herzerkrankung.
Und nicht jeder Normalbefund erklärt Beschwerden vollständig.

Ziel der kardiologischen Diagnostik ist es, Sicherheit zu schaffen, Risiken realistisch einzuordnen und eine verlässliche Grundlage für weitere Entscheidungen zu geben.

Ich nehme mir Zeit für eine ruhige, gründliche und verständliche kardiologische Abklärung.

Bei primären Gefäßbeschwerden siehe auch die Seite Angiologie Baden-Baden-Gefässdiagnostik&Therapie.